Montage

Zu Anfang wird der Rumpfmotor montiert. Wie bei einigen Motoren dieses Jahrgangs, müssen die Pleuel von unten durch die Zylinderlaufbahnen geführt werden um dann auf der Oberseite die Kolbenbolzen in den Kolben montieren zu können. Dann werden die Kolben von oben mit Hilfe eines Montagewerkzeuges in die Zylinder eingeführt. Die Pleueldeckel werden entfernt und die Pleuellager eingelegt. Jetzt ist es Zeit für die Montage der Hauptlager. Da jetzt noch freier Zugriff im Kurbelgehäuse ist, kann jetzt noch die Nockenwelle einfach durch die Lagerbüchsen geführt werden. Mit reichlich frischen Öl benetzt, wird die Kurbelwelle in die Lager eingelegt und die Hauptlagerdeckel verschlossen. Die Pleuel können jetzt vorsichtig auf die Kurbelzapfen gezogen werden und die Pleuel verschraubt werden. Anschließend wird noch die Ölpumpe montiert.

Von unten brauchen wir jetzt nicht mehr an den Motor und die Ölwanne kann montiert werden. Die wunderschön geformte Aluminiumwanne ist aufwendig gereinigt und poliert worden. Bevor der große Deckel, an der tiefsten Stelle der Wanne verschlossen wird, muß an die Montage des Ölstandsschwimmers gedacht werden. Dieses aufwendige Detail aus alter Motorenbaukunst, zeigt uns den Ölstand am Seitendeckel des Motors an.

Jetzt kann es an der Oberseite weiter gehen. Die Stehbolzen können eingeschraubt werden, die angefertigte Kopfdichtung kann aufgelegt werden und der Zylinderkopf kann montiert werden. Für die Öffnungen des Wasserkreislaufes an der Rückseite des Motors wurden neue Aluminiumverschlußplatten angefertigt. Auf die Einstellung der Steuerzeit gehe ich hier nicht mehr gesondert ein. Dies ist im Abschnitt zur Nockwenwelle schon beschrieben. Bevor der Auspuffkrümmer befestigt wird sollten die aussenliegenden Elemente der Ölversorgung montiert werden. Zur Vervollständigung des Kustwerkes kann an der Vorderseite wieder der Stirndeckel u. die Wasseranschlüsse angebrachte werden. Das bearbeitete Schwungrad kann auch wieder an seinen alten Platz.

Funktionstest

Komplett montierte Oldtimermotoren verlassen die Firma nicht, bevor sie einen Funktionstest erfolgreich bestanden haben. Der Motor wird mit Öl befüllt und nur mit Anlasserdrehzahl bewegt. Am Anschluß für die Öldruckanzeige des Armaturenbrettes wird ein Manometer angeschlossen und an der Kipphebelwelle kann die Ölversorgung des Ventiltrieb leicht überprüft werden.

 

 

Die Ölversorgung am Kopf funktioniert und bei Anlasserdrehzahl zeigen sich ca. 2 Bar Öldruck.  Die Kraftstoffversorgung kann also angeschlossen werden und das Kühsystem befüllt werden. Bei moderater Drehzahl kann die erste Einlaufphase bewältigt werden und die Dichtigkeit aller Komponente überprüft werden.

 

 

Test bestanden!! Nachdem das erste Öl samt Filter entfernt ist, kann der Motor ausgeliefert werden.

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