Zylinderkopf

Der Zustand des Ventiltriebes verlangte einen kompletten Wiederaufbau. Ventilenden und Kipphebellaufflächen waren stark beschädigt, die Kipphebelwelle zeigte starken Verschleiß und die Federn waren zum Teil erlahmt.

Der Zylinderkopf wurde mit Sitzringen für den Bleifreibetrieb ausgerüstet. Die Ventile wurden gegen größere, leichtere Ventile mit schlankeren Schäften ausgetauscht. Dementsprechend wurde der Kopf mit angefertigten Bronzeventilführungen ausgerüstet, die zur Befestigung moderner Schaftabdichtungen vorgerichtet sind. Nach Prüfung der Federrate wurde eine moderne Einfachfeder ausgewählt. Im Hinblick auf die Verwendung eines zahmen Sportprofils der Nockenwelle  hat die Feder noch ausreichend Federkraftreserve.

 

Wie an vielen Motoren dieses Alters sind die Gleitflächen an den Kipphebeln von den Ventilenden eingeschlagen. Oft, wie auch in diesem Fall, zeigen die Flächen deutliche Spuren von unfachgerechten Reparaturen. Die Radien der Gleitflächen sind unterschiedlich bearbeitet und liegen nicht parallel auf dem Ventilende auf. Da die Lagerbüchse, wie auch die seitlichen Anläufe der Hebel verschlissen sind, haben wir uns für den Austausch der Hebel entschlossen.

Die Kipphebel wurden aus hochfestem Aluminium gefertigt und mit einer Lagerbüchse aus Bronze ausgestattet. Die Kraftübertragung auf das Ventilende wurde mit Kugeleinstellschrauben realisiert. Die axiale Fixierung der Hebel wurde auf Aluminiumpaßbüchsen mit Stahlanlaufscheiben umgestellt. Der Reibkräfte auf die seitlichen Anlaufflächen der Kipphebel entfällt somit.

 

 

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